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Fulda Challenge 2003: Österreichisches Team
gewinnt Fulda-Challenge 2003
(05.02.03) Einzelsiegerin bei den Frauen wurde Veronika Börlin - Bei den
Männern mit Rösel und Thannesberger zwei erste Plätze. Am
siebten und letzten Tag der Fulda-Challenge standen noch zwei Wettbewerbe auf
dem Programm. Zunächst auf halber Strecke zwischen Inuvik und Tuktoyaktuk in
den Northwest Territories eine 30 Kilometer lange Zuverlässigkeitsfahrt mit
vorgegebener Durschnittsgeschindigkeit auf dem Eis des Mackenzie. Dann ging es
auf der insgesamt 183 Kilometer langen "Ice-Road", die zunächst einem
der zugefrorenen Wasserarme des riesigen Mackenzie-Deltas folgt, weiter nach
Norden bis an die an der Beaufort Sea zur Eskimo-Siedlung Tuktoyaktuk, die nur
im Winter mit Fahrzeugen erreichbar ist. Nachdem am Vortag die mehr als 300 km
lange Fahrt über die zweite Hälfte des Dempster-Highways, der mit
schwierigsten winterlichen Straßenverhältnissen aufwartete, vorausgegangen
war, folgte an diesem Tag die noch spektakulärere Fahrt über das in diesem
Jahr fast schneefreie und damit gefährlich glatte Eis. Bei Tuktoyaktuk, auf der
Eisflache des arktischen Ozeans, stand bei Miuns 22 Grad Celcius ein 13., von
den Veranstaltern überraschend angesetzter Wettberb an: ein Radwechsel auf
Zeit.
Hell war es etwa gegen 10 Uhr geworden. Bei
Sonnenaufgang um 11. 30 Uhr war der erste Wettbewerb des Tages bereits beendet.
Jedes Team hatte eine Strecke von 30 Kilometern mit der genau vorgegebenen
Durchschnittsgeschwindigkeit von 57,5 Kilometern in der Stunde zu durchfahren
gehabt, was auf dem blanken Eis und den teilweise recht engen Kurven ein nicht
einfaches Unterfangen war - auch wenn dies bei der ca. 20 Meter breiten Straße
zunächst sehr einfach erschien. Außerdem hatte der Wettbewerbsleiter
Hans-Joachim Stuck den Zeitcheck bereits nach 24 Kilometer vorgesehen, so daß
ein Verstoß gegen die vorgegebene Richtgeschwindigkeit später nicht mehr
korrigiert werden konnte. Dem entsprechend verfehlten einige der Teams die
Richtzeit um mehr als zwei Minuten und kamen nur auf einen der hinteren Ränge.
Die Nase vorn mit nur 10 Sekunden Fehlzeit hatte an diesem Morgen das Team aus
den Österreich.
Der Radwechsel auf Eis ist kein Honigschlecken
...
Die Kälte in Tuktoyaktuk in der westlichen Arktis, auf dem 69. Nördlichen
Breiten- und dem 133 Längengrad gelegen, ist um diese Jahreszeit normalerweise
mit unter Minus 40 Grad Celcius kaum noch auszuhalten. Eine Erfahrung jedoch,
die die diesjährigen Fulda-Challenge-Finalisten nicht machen mußten: sie
hatten den Wettergott ganz auf ihrer Seite, denn die Sonne strahlte und die
Temperaturen lagen nur knapp unter minus zwanzig Grad. Trotzdem gab es eiskalte
Hände und ausgepumpte Lungen beim Radwechsel-Wettbewerb: nach dem Lösen des
rechten Hinterreifens ging es mit diesem auf die schneebedeckte Eisfläche zu
einem 150 Meter entfernten Wendepunkt. Ob der Reifen dabei getragen oder gerollt
wurde, war jedem selbst überlassen. Am Wagen zurück, mußte der Reifen wieder
fachgerecht aufmontiert werden. Erst nachdem das Fahrzeug fahrbereit auf dem
Boden stand und der Wagenheber entfernt war, wurde die Zeit genommen. Die
zunächst gestarteten Frauen kamen auf unerwartet gute Zeiten. Beste mit nur
9,09 Minuten war die Kanadierin Shellye Wynne Nairn, dicht gefolgt von Clara
Kulich (Österreich), die nur 41 Sekunden länger für die Aktion auf dem Eis
und Schnee der Beaufort Sea benötigte. Kurz darauf, nach 10,19 Minuten, konnte
die Engländerin Vicky Hilliard "startklar" melden. Die weiteren
Plazierungen lauteten: Veronika Börlin (Schweiz; 4.), Anke Tewes (Deutschland;
5.), Margreet Reinders (Niederlande; 6.), Claudia Montanari (Italien; 7) und
Alexandra Kainz (ÖAMTC; 8.). Der neunten Teilnehmerin, Elke Günther vom SAT
1-Team, der es bereits wieder besser ging, hatten die begleitenden Ärzte jedoch
auch für die letzten beiden Wettbwerbe keine Starterlaubnis gegeben.
Deutlich schneller als die Frauen zeigten sich beim Reifenwechsel - allerdings
auch manch einer ob der klaten Finger mit kräftigen Flüchen auf den Lippen -
dann die männlichen Teammitglieder. Schon nach sagenhaften 5,12 Minuten hatte
es Konrad Herbert vom Team ÖAMTC geschafft. Ebenfalls noch unter sechs Minuten
blieben sein Landsmann Dietmar Thannesberger (5,20 Min.) und - zweitgleich auf
dem dritten Platz mit 5,24 Minuten - der Italiener Mirco Grof und Claudio Dorigo
(Deutschland) sowie Jan Rösel vom SAT 1-Team mit 5,40 Minuten. Sechster wurde
Simon Kessler (Schweiz), siebenter Jean-Guy Lavoie (Kanada), achter Leo Huisman
(Niederlande) und neunter Ian Ellis (England).
Das Endresultate der Sonderprüfungen dieses
Tages sowie der Fulda-Challenge 2003, die mit 9 Teams aus Europa und Kanada (und
40 weiteren Organisatoren und Presse-Autos) in 7 Tagen mit 13 Sonderprüfungen
von Whitehorse über fast 2000 km nach Norden ans Beaufort-Meer führte, wurden
dann bei der Siegerehrung in der Stadthalle von Inuvik bekannt gegeben. Anwesend
waren auch der Bürgermeister und weitere örtliche Vertreter dieser
nördlichsten Stadt Kanadas, die alle Beteiligten zu einem exzellenten warmen
Büffet geladen hatten. Dann wurden von den Vertretern des Veranstalters Fulda
Reifen GmbH & CoKG, Helge Jost und Kerstin Völck, das Endergebnis
verkündet:
End-Klassement der Fulda-Challenge nach dem 7.
Wettbewerbstag (3.2.2003)
FINAL RANKING 2003
1. Austria 153
2. Germany 136
3. Switzerland 134
4. Austria/OeAMTC 126
5. Canada 125
6. Italy 120
7. Netherland 110
8. Germay SAT1 102
9. England 72
BEST WOMAN 2003
1. Veronika
Boerlin 77
2. Wynne Nairn, Shelley 70
3. Kulich, Clara 66
4. Tewes, Anke 62
5. Kainz, Alexandra 51
6. Reinders, Magreet 50
7. Montanari, Claudia 49
8. Hilliard, Vicky 40
9. Guenther, Elke 25
BEST MAN 2003
1. Roesel, Jan 70
2. Thannesberger, Dietmar 70
3. Herbert, Konrad 68
4. Grof, Mirco 60
5. Dorigo, Claudio 57
6. Huisman, Leo 53
7. Kessler, Simon 50
8. Lavoie, Jean-Guy 46
9. Ellis, Ian 24
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